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Pilot-Kommune Aachen

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AACHEN Die Stadt Aachen ist als eine von drei Pilotkommunen des Projekts „B.A.U.M. Zukunftsfonds regional" ausgewählt worden, zusammen mit der Stadt Norderstedt und dem Landkreis Berchtesgadener Land.
 
 
 
„Ich freue mich sehr, dass die Stadt wegen ihrer besonderen Leistungen bei den Themen Energieeffizienz und bei der Entwicklung eines kommunalen Klimaschutzkonzepts von B.A.U.M. ausgewählt worden ist", sagte Oberbürgermeister Marcel Philipp. Die vom „Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management" (B.A.U.M.) ins Leben gerufene Idee des „Zukunftsfonds regional" verfolgt das Ziel, die Energiewende gerade auch auf regionaler und kommunaler Ebene zu unterstützen. Das Privatkapital von Bürgern und anderen Anlegern soll dabei gegen eine attraktive Verzinsung akquiriert und in Energieeffizienzmaßnahmen von Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen und später auch Privathaushalten investiert werden. In Aachen sollen nun ein Zukunftsfonds aufgebaut und Effizienzmaßnahmen eingeleitet werden.
 
Der Zukunftsfonds wird in Form einer eingetragenen Genossenschaft (e.G.) organisiert, die nach Ansicht von B.A.U.M die ideale Unternehmensform zur Organisation des Gemeinschaftsprojekts Energiewende ist. Anders als die bereits zahlreichen Bürgerenergiegenoss enschaften, die den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben, richtet der Zukunftsfonds sein Augenmerk primär auf die zweite, zu oft vernachlässigte Säule der Energiewende: die Steigerung der Energieeffizienz und Energieeinsparung.
 
Das innovative Modell bietet gegenüber bisherigen Finanzierungsmöglichkeiten erhebliche Vorteile: Die Investition in mehr Energieeffizienz kostet den Anwender kein Geld. Er muss keinen Kredit aufnehmen und seine Verschuldung erhöhen. Er profitiert stattdessen von Anfang an von den Energieeinsparungen, aus denen auch die Refinanzierung der Investition erfolgt.
 
Deutschlandweit hat der B.A.U.M.-Zukunftsfonds bisher Effizienzmaßnahmen mit einem Investitionsvolumen von einer halben Million Euro erfolgreich finanziert. Weitere Projekte in Höhe von über drei Millionen Euro sind in Planung.