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Drei "B.A.U.M.-Städte" bundesweit: Aachen gehört dazu

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AACHEN Ein bisschen stolz ind die in der Verwaltung schon: Aachen ist als eine von drei Pilotkommunen bundesweit ausgewählt worden für das Projekt „B.A.U.M. Zukunftsfonds regional". Damit sollen die Energiewende und der Klimaschutz vorangetrieben werden.
 
Das ist zwar noch Zukunftsmusik, aber die Auswahl ist trotzdem eine Anerkennung für schon Erreichtes. Die Stadt sei „wegen ihrer besonderen Leistungen bei den Themen Energieeffizienz und Klimaschutz" auserkoren worden, meint Oberbürgermeister Marcel Philipp.
 
Auch Maria Vankann von der städtischen Stabsstelle Klimaschutz führt den Zuschlag für Aachen („unter 30 Bewerbern") darauf zurück, dass man hier mit der Entwicklung eines kommunalen Klimaschutzkonzeptes oder dem Projekt „Ökoprofit" schon ganz gut unterwegs ist. Aber es geht halt noch mehr, meint der „Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management", kurz B.A.U.M., vor allem auf regionaler Ebene.
 
Für die Energiewende soll der Zukunftsfonds auf regionaler und lokaler Ebene das Geld einsammeln, gegen eine „attraktive Verzinsung", wie es heißt. Ausgeliehen wird es dann an Unternehmen, öffentliche Einrichtungen oder auch Privatleute, die davon Maßnahmen zur Einsparung oder besseren Nutzung von Energie bezahlen. Das könnte etwa die Wärmeversorgung oder auch die Modernisierung der Beleuchtungsanlage sein, erklärt Maria Vankann. Auch bei Druckluftsystemen in Betrieben sei „eigentlich fast immer etwas zu verbessern".
 
Solche Investitionen haben nach Ansicht der Initiatoren vom Bundesarbeitskreis ihren besonderen Reiz: Die Firmen, Institutionen oder Privatleute profitieren von Anfang an von den Einsparungen bei den Heiz- oder Stromkosten und können das Geld flott zurückzahlen. „Die Maßnahmen sollen sich in wenigen Jahren amortisieren", erklärt Maria Vankann. Interessant wäre das Modell etwa für Unternehmen der Wohnungswirtschaft, auch bei der Stadt sieht sie ein gewisses Potenzial.
 
Aber noch ist es nicht soweit. „Geld kann man noch nicht einzahlen", sagt Maria Vankann, „wir müssen erst die Strukturen aufbauen". Sie möchte als Unterstützer gerne Geldinstitute, aber auch etwa die Industrie- und Handelskammer oder Umweltverbände mit ins Boot holen, zudem sollte das Projekt nach ihrer Ansicht auf die Städteregion ausgedehnt werden.
 
Aber die Zeit drängt: Das Projekt „Zukunftsfonds regional" läuft zunächst bis März 2016 und soll zeigen, wie die Energiewende vor Ort von Bürgern, Unternehmen und anderen Akteuren bewerkstelligt werden kann. Die Republik schaut dabei keineswegs nur auf Aachen, sondern auch auf die anderen beiden Pilotkommunen, die Stadt Norderstedt und den Landkreis Berchtesgadener Land. Drei „B.A.U.M.-Städte" bundesweit: Aachen gehört dazu - Lesen Sie mehr auf: http://www.aachener-nachrichten.de/lokales/aachen/drei-baum-staedte-bundesweit-aachen-gehoert-dazu-1.739496#plx317390874