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1. Welche Energiekosteneinsparungen durch Effizienzmaßnahmen sind möglich?
Durch den Einsatz moderner Technik in Kombination mit intelligentem Verhalten sind nicht nur in Unternehmen, sondern auch in öffentlichen, kirchlichen und Vereins-Einrichtungen sowie in Privathaushalten hohe prozentuale Einsparungen beim Energieverbrauch möglich.
 
Sie liegen im Einzelfall z.B. bei den sog. Querschnittstechnologien zwischen 25 und 70 % (s. Schaubild). Einsparungen ebenfalls im zweistelligen Prozentbereich sind bei branchenspezifischen Prozesstechnologien möglich. Zur Frage, wer wo wieviel Energie sparen kann, siehe auch Frage 8. der FAQ – Allgemein.
 

2. Wer kann Kunde der REEG werden und an wen richtet sich das Angebot?
Kunde der REEG können Unternehmen werden, öffentliche und kirchliche Einrichtungen, Vereine und vergleichbare Organisationen. An Modellen, die REEG auch für Privathaushalte als Kunden zu öffnen, wird noch gearbeitet.
 
Das Angebot der REEG richtet sich an alle o.g. Energieverbraucher in der Region, die überflüssigen Energieverbrauch eliminieren, ihre Energiekosten senken und einen individuellen Beitrag zum Klima-schutz leisten möchten, die aber die notwendigen Investitionsmaßnahmen nicht in Eigenregie durch-führen und mit Eigenkapital bzw. Bankkredit finanzieren können oder wollen. Überflüssig ist Energie-verbrauch immer dann, wenn er sich durch Einsatz moderner Technik und/oder Verhaltensänderun-gen ohne signifikante Nutzeneinbuße und wirtschaftlich rentabel vermeiden ließe. Gute Gründe für die Einschaltung des Energiedienstleisters REEG bei Energieeffizienzmaßnahmen können sein: Man-gel an Knowhow, Zeit und/oder fehlende Investitionsmittel für diesen Zweck.

3. Wie wird man Kunde der REEG?
Durch Anfrage bei der REEG, ob eine bestimmte geplante bzw. gewünschte Energieeffizienzmaßnahme von der REEG übernommen würde.
 
Die REEG prüft dann die grundsätzliche technische Machbar-keit und Rentabilität. Alternativ kann der Kunde über die REEG zunächst eine generelle Energiebera-tung durchführen lassen, um seine Energieeffizienzpotenziale zu identifizieren und dann zu entschei-den, welche Maßnahmen ggf. durchgeführt werden sollen. In beiden Fällen erhält der Kunde von der REEG ein konkretes technisches und kostenmäßiges Angebot. Mit Unterschrift des Einsparvertrages wird man REEG-Kunde.

4. Welche Vertragslaufzeiten sind üblich bzw. möglich?
Bei Unternehmen sind seitens REEG Vertragslaufzeiten von 3 bis 7 Jahren gut und bis 10 Jahre noch möglich.
 
Verglichen mit üblichen betrieblichen Vorgaben für Amortisationszeiten (2 bis 3 Jahre) kann gerade dies ein Grund sein, Effizienzinvestitionen, die sonst unterbleiben würden, über die REEG doch durchzuführen und die Energiekosten sobald als möglich zu reduzieren. Die genannten Laufzeiten gelten auch für andere private Einrichtungen wie Vereine. Bei öffentlichen und kirchlichen Einrichtungen sind bei REEG auch Laufzeiten über 10 Jahre hinaus möglich.

5. Welche Kosten fallen für die Dienstleistungen der REEG an?
Die REEG als Genossenschaft verfolgt keine Gewinnmaximierungs-, sondern eine Kostendeckungsstrategie. Sie arbeitet zum Wohle ihrer Mitglieder und der Region.
 
Kosten der REEG sind zum einen die Kapitalkosten, i.d.R. die Zinsen für Nachrangdarlehen der Mitglieder. Die Höhe des Zinses wird von jeder REEG individuell festgesetzt. Derzeit liegt der Zins bei 3,5 bis 4 %.  Weitere Kosten sind die Handlingkosten der REEG. Dazu zählen Beratungskosten, Geschäftsführungs- und Verwaltungskosten sowie Risikogebühren. Sie sind abhängig von der Höhe der Gesamtinvestition und der Vertragslaufzeit und liegen bei rd. 2,5 % p.a. REEG verlangt keine Provision und keine fixen Performancegebühren. Wer die Kosten der REEG für ESC mit anderen Energiedienstleistern vergleicht wird feststellen, dass REEG als Social Business günstig ist.
 
Wie sich die Kosten zusammensetzen, zeigen die nachfolgenden fiktiven Beispiele:
 
 

6. Wie hoch ist die minimale und maximale Investitionssumme?
REEG macht prinzipiell keine Beschränkungen und übernimmt Projekte in der Größenordnung ab ca. 10.000 Euro Investitionssumme bis zu mehreren Millionen Euro.
 
Bekannt ist, dass z.B. mehr als 40 % der Investitionen in Energieeffizienz in der mittelständischen Wirtschaft zwischen 5.000 und 50.000 Euro betragen, weitere rd. 15 % zwischen 50.000 und 250.000 Euro. Auch im Bereich der öffentlichen Hand geht es oft um diese Größenordnungen. Eine von der REEG Aachen geprüfte Lichtsa-nierung einer Schule mit 30 Klassenzimmern kam auf rd. 240.000 Euro Investitionskosten. Eine Ausnahme sind Straßenbeleuchtungsprojekte, die i.d.R. Investitionssummen von einer halben bis zu mehreren Millionen Euro beanspruchen.

7. Welche Vorteile bietet REEG ihren Kunden?
Der Hauptvorteil ist, dass der Kunde mit REEG einen Kümmerer und Finanzier für Energieeffizienz-maßnahmen in seinem Unternehmen bzw. seiner Einrichtung bekommt. Es wird ihm ein Effizienz-Paket geboten von der Beratung über die technische und betriebswirtschaftliche Bewertung geplanter Maßnahmen bis hin zu deren Finanzierung.
 
Der Kunde kann sich weiter voll auf das Kerngeschäft konzentrieren und gleichzeitig Energieeffizienzpotentiale realisieren und die Kosten senken. REEG informiert und berät herstellerneutral, macht ein qualifiziertes Angebot zusammen mit regionalen Technikpartnern und führt die Investition für den Kunden durch, verbunden mit einer prozentualen Einspargarantie, z.B. 50 %. Der Kunde kann davon, wenn er möchte, von Anfang an 10-30 % behalten; die restlichen 70-90 % der Einsparung gehen während der Vertragslaufzeit an die Genossenschaft zur Refinanzierung. Danach verbleibt die volle Einsparung beim Kunden.
Eine bilanzneutrale Realisierung der Effizienzmaßnahme ist möglich, das heißt es muss kein Eigenkapital eingesetzt und kein Kredit aufgenommen werden. Im Falle einer öffentlichen Einrichtung werden keine investiven Haushaltsmittel benötigt. Eine Mischfinanzierung aus Genos-senschaftsmitteln und Bankenmitteln ist möglich. Die Amortisationsdauer – für viele Unternehmen ein Ausschlusskriterium in Bezug auf potentielle Maßnahmen – wird relativiert, da sich die Investition aus den Einsparungen refinanziert. Die Genossenschaft kann in der Förderphase dabei das Know-how des B.A.U.M.-Netzwerkes nutzen, insbesondere die dort vorhandenen jahrzehntelangen Erfahrungen in der Unternehmens-, Kommunal- und Privathaushaltsberatung in Umwelt- und Energiefragen.

8. Wie steht es um das Eigentum an den Anlagen im REEG-Modell?
REEG als Investor erhält für die Dauer der Vertragslaufzeit einen Eigentumsvorbehalt.
 
Nach Vertragsende gehen die Anlagen gegen eine symbolische Gebühr von 1 Euro in das Eigentum des Kunden über. Bei Effizienzmaßnahmen, bei denen die Anlagen Bestandteil des Gebäudes werden und ein Eigentumsvorbehalt nicht möglich ist, ist ein gesondertes, ggf. zweigeteiltes Vorgehen vorgesehen.

9. Müssen Aufträge der öffentlichen Hand an die REEG ausgeschrieben werden?
Grundsätzlich Ja. Auftragsvergaben im Zusammenhang mit Leistungen zum Energiespar-Contracting (ESC) werden vom öffentlichen Vergaberecht erfasst.
 
Bei ESC kommt i.d.R. die VOB/A zur Anwen-dung. Im Bereich unterhalb des Schwellenwertes (4.845.000 Euro) kann die sog. freihändige Vergabe – am besten mit vorherigem Aufruf zur Teilnahme – und bei den Aufträgen oberhalb des Schwellen-wertes das Verhandlungsverfahren – mit vorherigem Teilnahmewettbewerb ­– gewählt werden.

10. Wie erfolgt das Monitoring der Energieeinsparungen?
Wir haben uns im REEG-Modell für ein möglichst einfaches und praxistaugliches Monitoring entschie-den, das die Verfahren Messung & Verifizierung sowie Berechnungen & Schätzungen kombiniert.
 
Da, wo technisch möglich und kostenmäßig vertretbar, werden die Einsparungen nach Installation der Technik messtechnisch exakt überprüft (z.B. bei Einbau eines Spannungsreglers). Ansonsten gilt die Höhe der auf der Grundlage der Energieberatung berechneten Einsparungen, auf die sich REEG und Kunde im Einsparvertrag einigen. Ein dauerhaftes technisches Monitoring, das bei Einhaltung aller Standards an die 10 % der Einsparungen verschlingt, erscheint uns gerade bei kleinen und mittleren Projekten nicht sinnvoll und im ESC-Genossenschaftsmodell auch nicht nötig.