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1. Wer kann in der REEG Geld anlegen und zu welchen Konditionen?
Geld in der REEG können Mitglieder der Genossenschaft anlegen, egal ob Bürger, Vereine, Kommunen, Betriebe oder sonstige Organisationen.

Nach dem Erwerb eines Mitgliedsanteils in Höhe von z.B. 100 € können zusätzlich Nachrangdarlehen in Höhe von ... bis ...  gezeichnet werden. Es können bis zu ... Mitgliedsanteile erworben werden und bis zu ... Nachrangdarlehen gezeichnet werden.

Über die Konditionen der Nachrangdarlehen – Höhe des Zinses und Modalitäten der Rückzahlung – entscheidet jede REEG für sich. Prinzipiell sind zwei Arten von Nachrangdarlehen möglich: Endfällige Darlehen und Annuitätendarlehen. Auf die Genossenschaftsanteile erfolgt im REEG-Modell keine Ausschüttung.

2. Wann beginnt die Verzinsung und wie läuft die Rückzahlung?
Alle Darlehen werden ab dem im Darlehensvertrag genannten Zeitpunkt verzinst. Dieser liegt i.d.R. vier Wochen nach dem Eingang des Geldes auf dem REEG-Konto.
 

Die Rückzahlung erfolgt bei endfälligen Darlehen nach Kündigung (frühestens nach einer Mindestlaufzeit möglich) oder jährlich am Ende jeden Vertragsjahres in  anteiligen Raten.

Endfällige Darlehen:

-         Laufzeit unbegrenzt, mindestens jedoch x Jahre, z.B. fünf

-         Zins: z.B. 4% p.a.

-         Rückzahlung: Tilgung des Gesamtdarlehens am Laufzeitende

 Annuitätendarlehen:

-         feste Laufzeit, z.B. 5, 7, 10 Jahre

-         Zins: z.B. 4% p.a.

Rückzahlung: Jährliche Tilgung, in gleichen Teilen während der Laufzeit

3. Wieso zahlt die REEG etwa 4 % Zins?
Die Höhe der Zinszahlungen wird von jeder REEG eigenständig und individuell festgelegt.
 
Unser Vorschlag 4 % – es können ebenso 3 % oder 5 % sein – resultiert aus einer fairen Abwägung der Risiken für den Kapitalgeber und des Gewinns für den Kapitalnehmer und orientiert sich an der durch-schnittlichen Rendite von Energiegenossenschaften in den letzten Jahren. Energieeffizienz ermöglicht vergleichsweise hohe prozentuale Einsparungen. Es ist besser für ein Unternehmen, eine Schule oder sonstige Einrichtung, die Maßnahmen durch einen Energiedienstleister wie REEG durchführen zu lassen, als die möglichen Einsparungen weiter liegen zu lassen. Dafür verdient der Kapitalgeber eine angemessene Rendite. Andererseits ist das Risiko der Geldanlage bei REEG deutlich niedriger als bei anderen Anlageformen. Insofern wären z.B. Zinsen von 8 % oder 10 % nicht gerechtfertigt. Ein Zins von 4 % wird beiden Seiten gerecht.

4. Wie sicher ist die Geldanlage?
Die Geldanlage in der REEG ist vergleichsweise sicher. Das Haftungsrisiko ist prinzipiell auf den Betrag des eingesetzten Darlehenskapitals begrenzt.
 
Zwar besteht im ungünstigsten Fall für den Anleger das Risiko des Totalverlusts seiner Einlage, falls die REEG insolvent wird. Dies ist allerdings sehr unwahrscheinlich. Die Insolvenzquote von eingetragenen Genossenschaften in Deutschland liegt bei 0,1 Prozent. Die REEG prüft bei jedem Projekt die Bonität des Kunden, wobei bei der öffentlichen Hand das Risiko eines Zahlungsausfalls aufgrund Insolvenz praktisch ganz entfällt. Das Einsparpotenzial wird von einem Energieberater geprüft, die Einspargarantie wird von der REEEG über den Technikpartner abgesichert. Genossenschaften sind die am strengsten extern geprüfte Unternehmensform.

5. Wie werden Mitgliedsanteile und Darlehen an die REEG steuerrechtlich behandelt?
Auf die Mitgliedsanteile der REEG erfolgt keine Ausschüttung; damit entfallen etwaige Steuerzahlun-gen. Bei den Zinseinnahmen aus REEG-Darlehen handelt sich um Einkünfte aus Kapitalvermögen, die der Abgeltungssteuer unterliegen.
 
Sie sind von jedem Mitglied selbst den Steuerbehörden gegenüber zu deklarieren. Der Steuersatz ist begrenzt auf 25 % zzgl. Solidaritätszuschlag von 5,5 % bemessen von der Abgeltungssteuer. Im Falle der Kirchensteuerpflicht ermäßigt sich die Steuer um 25 % der auf die Kapitalerträge entfallenden Kirchensteuer.

6. Warum sollten Mitglieder Geld in der REEG anlegen?
Die REEG bietet gerade in Niedrigzinszeiten eine attraktive Rendite, verbunden mit dem guten Gewissen, sein Geld ethisch korrekt in der Heimatregion angelegt zu haben. Und das bei überschaubarem Risiko (s. 3.). Ein besseres Investment unter dem Strich muss erst einmal gefunden werden.
 
Rund 24.000 Euro Geldvermögen in Form von Bargeld und Spareinlagen besaß jeder Bürger im Durchschnitt 2014 in Deutschland und erhielt dafür keine oder nur minimale Zinsen. Die REEG bietet um die 4 %.   
Auch die Verwendung der angelegten Mittel spricht für Zeichnung von REEG-Darlehen. Der Anleger kann sicher sein, dass sein Geld in einen sinnvollen Zweck investiert wird, nämlich Energieeinsparung  und Klimaschutz, und sein Geld soweit als möglich in der Region bleibt. Die Geldanlage leistet einen Beitrag zur Wertschöpfung und Sicherung von Arbeitsplätzen in der Region und vermindert den Geldabfluss aus der Region durch Energieimporte.

7. Was passiert mit dem Geld der Anleger?
Darlehensgelder von Mitgliedern werden von der REEG in Energieeffizienzmaßnahmen bei ihren Kunden investiert. Grundlage dafür ist der Darlehensvertrag zwischen Mitglied und REEG.
 
Darin ist geregelt, wofür das Geld eingesetzt werden darf. Die REEEG bezahlt mit den Kundengeldern die Technikpartner, die i.A. der REEG die Anlagen liefern und die Maßnahmen durchführen. Die Geldzahlungen erfolgen gemäß den Verträgen zwischen REEG und Technikpartnern sowie zwischen REEG und Kunden.