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Die Stadt Aachen

Die Stadt Aachen liegt am Dreiländereck Deutschland-Belgien-Niederlande im Herzen Europas und erstreckt sich auf einer Fläche von 16.083 Hektar. Knapp 250.000 Menschen leben in Aachen, das zu den ältesten Industrieregionen Europas gehört, jahrhundertelang geprägt durch Textilindustrie. Heutzutage sind Süßwaren-, Pharma- und Reifenindustrie ansässig. Prägend für das städtische Leben sind die rund 46.000 Studenten an 4 Hochschulen sowie weitere Forschungseinrichtungen.

Die Stadt Aachen ist bereits seit vielen Jahren sehr aktiv im Bereich des kommunalen Klimaschutzes und der Klimafolgenanpassung. So ist Aachen bereits 1992 dem Klima-Bündnis europäischer Städte beigetreten, ist Mitglied in der Klimaschutzinitiative „Covenant of Mayors" und hat ambitionierte Klimaschutzziele verabschiedet.

Die Aktivitäten der Stadt Aachen schlagen sich nieder in Kennzahlen wie dem Endenergieverbrauch, der seit 1990 um 11% sank und CO2-Emissionen, die um 18% zurückgingen, sowie einer Pro-Kopf- CO2-Emission unter dem Bundesdurchschnitt (8,37 T/E). Aachen nimmt am kommunalen Managementsystem European Energy Award teil und ist mit dem Gold-Award zertifiziert. Zuletzt erhielt die Stadt Aachen den 1. Preis im bundesweiten Wettbewerb „Energieeffizienz in Kommunen – Gute Beispiele 2012".

Bereits 1993 wurde in Stadt Aachen ein umfassendes Energiekonzept erstellt, um durch ein Bündel von aufeinander abgestimmten Maßnahmen die Schadstoffbelastungen zu reduzieren. Das sogenannte Aachener Modell zu kostengerechten Vergütung von Strom aus regenerativen Energien war der Wegbereiter für das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Auch die Neugestaltung und der Ausbau der Fernwärmeversorgung (Rahmenkonzept Fernwärmeversorgung 1995), der Umstieg auf erneuerbare Energien und das Energiemanagement städtischer Gebäude waren damals schon Themenschwerpunkte. Die Mobilisierung der energetischen Gebäudesanierung hat bereits über 10 Jahre eine hohe Bedeutung. Die Forcierung erneuerbarer Energien durch Windflächenausweisung oder die Bereitstellung eines Solardachkatasters sind jüngste Maßnahmen und dienen ebenso der lokalen Energiewende wie die Initiative zum Ausbau der KWK-Technik. Daneben runden zahlreiche Maßnahmen zur Stärkung des ÖPNV und nachhaltiger Mobilitätsangebote das Engagement ab.

Die Projektleitung bei der Stadt Aachen erfolgt durch die Stabsstelle Klimaschutz. Die Stabsposition existiert seit 1997 am Dezernat für Umwelt und Planung, vornehmlich in Koordinationsfunktion von Nachhaltigkeitsthemen, seit 2009 hauptsächlich Klimaschutzthemen. Die Leitung der Stabsstelle liegt bei Dr. Maria Vankann, promovierte Chemikerin, seit 1992 bei der Stadt Aachen in den Bereichen Abfallwirtschaft, Gewässerschutz/Untere Wasserbehörde, Koordination nachhaltige Stadtentwicklung (Ökologische Stadt der Zukunft), Aufbau der Beratungsstelle altbau plus (Geschäftsführung bis 2009) und als Klimaschutzbeauftragte tätig.

 

                               Oberbürgermeister der Stadt Aachen Marcel Philipp                       

Oberbürgermeister der Stadt Aachen Marcel Philipp
Dr. Maria Vankann, Umweltschutzbeauftragte der Stadt 
 

Aachen als REEG-Pilotkommune

Im Januar 2014 nahm die Stadt Aachen, vertreten durch Oberbürgermeister Marcel Philipp, die Auswahl als Pilotkommune an und sagte ihre Teilnahme am BMUB-Förderprojekt zu. Nach Vorgesprächen mit der Stadt, vertreten durch Beigeordnete Frau Gisela Nacken sowie die Klimaschutzbeauftragte Frau Dr. Maria Vankann, fand am 24. Februar 2014 die Auftaktveranstaltung zur Gründung der Aachener EnergieEffizienzGenossenschaft statt. Im Haus Löwenstein kamen rund 30 Teilnehmer aus den verschiedensten Institutionen und Unternehmen der Stadt zusammen, um gemeinsam den Startschuss für das Pilotprojekt zu geben. Die interessierten Aachener haben sich über das Projektvorhaben informiert und über die Chancen und Potenziale der Energieeffizienzgenossenschaft ausgetauscht. Das Plenum teilte sich in drei Unterarbeitsgruppen auf, um die verschiedenen Unterpunkte Satzung, Geschäftsplan sowie Projektakquise zu bearbeiten.

Mittlerweile wurde bereits mehrere Male in Aachen getagt und der Gründungsprozess vorangetrieben (Stand Dezember 2014). Begleitend führte B.A.U.M. gemeinsam mit Vertretern der Stadt Aachen zahlreiche Gespräche mit den zentralen Akteuren in der Kommune: dem zuständigen Genossenschaftsverband, Kammern, Kirchen, Stadtwerken, Unternehmen, Bürgerverbänden u.v.a.m.

Bereits zur Gründung sollen die ersten Effizienzmaßnahmen in Unternehmen und kommunalen Einrichtungen umgesetzt werden. Dafür wurden zahlreiche Gespräche mit potenziellen Partnern geführt und insbesondere Analysen in öffentlichen Gebäuden durchgeführt: Neben sechs städtischen Schulen wurden auch die Potenziale einer Beleuchtungssanierung in der Waldorfschule Aachen untersucht.

Starke Partner ab sofort gesucht

In Deutschlands Unternehmen schlummern noch immer immense Energieeffizienzpotenziale – auch bei Ihnen? Wir suchen betriebliche Energieeffizienzprojekte, vor allem im Bereich der Querschnittstechnologien, wie Beleuchtung, Energiemanagement (z.B. Spannungsregler), Druckluft, Pumpensysteme, Kältetechnik & Kühlwasser, Lüftung & Klimatisierung etc., ggf. auch in Verbindung mit erneuerbaren Energien. Wir bieten Ihnen gerne die Umsetzung über die Genossenschaft an und informieren Sie über die weiteren Schritte.

Informieren Sie sich persönlich bei:

Jakob Wahl (Projektbetreuer B.A.U.M. e.V.)
E-Mail
Tel. 040 - 49 07 11 01
oder Dr. Maria Vankann (Klimaschutzbeauftragte der Stadt Aachen)
E-Mail
Tel. 0241 - 432 75 23

Sind Sie an einer ehrenamtlichen Mitarbeit in der Genossenschaft interessiert? Dann melden Sie sich gerne bei Ute Landwehr-von Brock bei  oder Dr. Maria Vankann. Wir stehen Ihnen gerne Rede und Antwort und finden gemeinsam sicherlich die richtige Position für Sie in der Aachener EnergieEffizienzGenossenschaft.

Daten und Fakten zu den drei REEG-Zielgruppen in der Stadt Aachen[1]

Kommune:

  • Beschäftigte in der kommunalen Verwaltung: 2991 und 96 Auszubildende
  • Ca. 230 kommunale Gebäude darunter
  • 123 Schulen
  • 38 Verwaltungsgebäude
  • 14 Soziale Einrichtungen
  • 39 Kulturelle Einrichtungen
  • Gemeindeeigene Anlagen
  • 4 Kläranlagen
  • 52 Sportanlagen inkl. Schwimmbäder

Wirtschaft:

  • Die fünf größten Arbeitgeber vor Ort
  • RWTH Aachen
  • Stadtverwaltung Aachen
  • Generali Deutschland
  • Sparkasse Aachen
  • Grünentahl GmbH
  • Berufspendler: Einpendler 78.862, Auspendler 29.852


[1]Immobilienbericht 2013, www.aachen.de